Ansichten von Wiesen


Der Kirchplatz in der Dorfmitte.


Sommerfrische am Wiesener Wörthsee.


Das Besondere am Altmainstadion: Fußballspielen beim Dorffest mit Blick auf den Staffelberg.


Wiesen versteht es zu feiern.


Oldtimertreffen an einem schönen Sommertag.


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17.09.2017

Zu einer Bürgerversammlung hatten der Landkreis Lichtenfels und die Stadt Bad Staffelstein. Mehrere Maßnahmen: Ausbau der Döringstadter Str. LIF 7, Verbesserungen Innerorst, Hochwasserfreilegung und Feuerwehrwesen

Landrat Christian Meißner und Bürgermeister Jürgen Kohmann freuten sich über die große Resonanz. Die zur Planung bzw. Umsetzung anstehenden Maßnahmen dienen nicht nur der Infrastruktur sondern das Ortsbild erfährt dadurch eine weitere Aufwertung.

Bilderstrecke (Bitte auf Bild klicken, um Ansicht zu vergrößern).

Bürgerversammlung in Wiesen mit Schwerpunkt Sanierung der Kreisstraße LIF 7 in der Ortschaft, Höhe Straße „ Am Dorfanger“ und Vollausbau im Bereich der Döringstadter Straße. Interessante Neuigkeiten brachte Landrat Christian Meißner zur LIF 20 mit. Hier im Hochwasserbereich zwischen Wiesen und der Mainbrücke. Bürgermeister Jürgen Kohmann erläuterte evtl. Standorte für ein neues Feuerwehrhaus.

Wiesen:
Das Nebenzimmer der Gastwirtschaft Hellmuth war zur Bürgerversammlung bis auf den letzten Platz gefüllt. Keine Versprechungen der Verantwortlichen von Stadt und Landkreis standen an, sondern Information über zielgerichtete Planungen. Die Wichtigkeit wurde schon dahingehend untermauert, dass Landrat und Bürgermeister mit Abteilungsleitern vor Ort waren. Mehre Mitglieder des Stadtrates wohnten ebenfalls der Versammlung bei. Eindrucksvoll und tiefgründig dokumentiert trug der Leiter des Kreisbauhofes Heiko Tremel die Pläne des Landkreises Lichtenfels in Zusammenarbeit mit der  Stadt Bad Staffelstein vor. Die Bürgerbeteiligung fand wunschgemäß rege statt; die Verantwortlichen standen Rede und Antwort und versprachen die Anregungen aufzunehmen bzw. weitere Treffen zu terminieren.

Landrat Christian Meißner begrüßte und stellte in den Vordergrund, dass bei Planungen die sprichwörtlich mit „Hand und Fuß“ zur Umsetzung reifen die Bürgerbeteiligung ein wichtiges Instrument ist. Zur Hochwassersituation betreffend der Kreisstraße LIF 20 von Wiesen zur Mainbrücke versprach der Landrat Neuigkeiten und ließ nicht unbemerkt, dass die Einwände aus dem Jahr 2013 einer stetigen Aktualisierung erfahren.

Der Leiter des Kreisbauhofes listete in einer gut fundierten Präsentation zunächst die konkrete Absicht des Landkreises in Bezug auf den Vollausbau der Kreisstraße LIF 7 in Bereich der Döringstadter Straße auf. Weiter sollen die maroden Regenabflussrinnen innerorts entlang der Straße „Am Dorfanger“ erneuert werden. Die Mittel stehen in den Haushalten bereit betonten Landrat und Bürgermeister. Bürgermeister Jürgen Kohmann warb für den Bau des 270 Meter langen Gehweges entlang in der Döringstadter Straße, der in Zuständigkeit der Stadt Bad Staffelstein fällt. Es greift hier die Straßenausbausatzung der Stadt Bad Staffelstein, die Chance ist einmalig und wohl für Generationen.  Bedingt   dass es sich  um eine Hauptverkehrsstraße handelt, werden die Anlieger  nur mit einer 50-prozentigen Belastung an den Kosten beteiligt. Fragen nach genauen Kosten  und div. Einzelheiten taucht naturgemäß auf. Heiko Tremel illustrierte eine etwaige Kostenrechnung. Der Tenor des Bürgermeisters und der planenden Behörde Landratsamt: Mit Beginn der detaillierten Planung noch in diesem Jahr wird mit jedem Anlieger gesprochen.

Eine Thematik welche die Bewohner an den Ortseinfahrten sowohl in der Döringstadter Straße wie auch aus Richtung Nedensdorf beschäftigt brachte Philipp Hensel zur Sprache: „Wir wohnen am Ortsende Richtung Döringstadt. Überhöhte Geschwindigkeiten bei ein- sprich auffahrenden Pkw`s sind augenscheinlich festzustellen und stellen einen nicht minderen Gefahrenpunkt dar. Kann hier beim Vollausbau der Straße entgegen gewirkt werden, so seine Frage!
Heiko Tremel erläuterte, dass eine Verschwenkung unter Prüfung aller örtlichen Möglichkeiten geprüft werde. Landrat Meißner ergänzte, dass die Problematik bekannt ist. Er nehme den Wunsch aus Wiesen mit, dass eine Entschleunigung in der Döringstadter Straße dem Wunsch der Bürgerschaft entspreche.

Tremel ließ noch wissen, dass bei der Umsetzung des Vollausbaus eine Vollsperrung der Kreisstraße anstehe. Abstimmung und Konsens mit den Betroffenen in Bezug auf Anfahrt zu ihren Grundstücken sei dem Landkreis und der Stadt Bad Staffelstein wichtig. Bürgermeister Kohmann ergänzte noch, dass beim Vollausbau Glasfaserkabel für das „schnelle Internet“ mit verlegt würden.

Wir bauen für bis 50 Jahre meinte Heiko Tremel und damit verbunden hält man von Seiten des Landkreises und der Stadt Bad Staffelstein einen Umbau der Einfahrt aus Richtung der Gastwirtschaft Hellmuth in die Kreisstraße nicht mehr nur für zeitgemäß sondern es gelte auch über eine Entschärfung der Gefahrensituation bei Einfahrt in die Kreisstraße nachzudenken. Das Gedankengut die Einfahrt mittig zu platzieren und seitlich einen Gehweg anzulegen bzw. Grünflächen fand bei den Anwesenden wohlwollende Zustimmung. Eine Aufwertung des Ortsbildes und mehr Sicherheit für Fußgänger und Verkehrszeitnehmer stünden in Aussicht. Die Linde im jetzigen Areal wird bei einer Umsetzung weichen müssen. Bei einer evtl. Umsetzung wird eine neue Grünfläche gestaltet: Wir pflanzen wieder einen Baum, den ich auch spendiere, so der Landrat wörtlich. Die Anfrage von Thomas Hellmuth nach evtl. Kosten für die Anlieger wurde vom Bürgermeister negiert.

Seit mehreren Jahren sieht sich Landkreis, Stadt Bad Staffelstein und letztendlich die Deutsche Bahn mit Argumenten der Ortsbewohner von Wiesen konfrontiert, dass bedingt durch den Bau der ICE-Trasse die Überflutung der Kreisstraße LIF 20 zwischen Wiesen und der Mainbrücke früher stattfindet und dementsprechend auch länger anhält.

Heiko Tremel zeigte zunächst auf, dass der Hochwasserdamm den die LIF 20 quert von Seiten der Wasserwirtschaft erhöht werden soll, damit man für Jahrhunderthochwässer gerüstet sei. In Michelau wurde die Maßnahme bereits umgesetzt. Analog soll Planungen auch in Wiesen umgesetzt werden. U. a. wurde hier Bildmaterial gezeigt.

Die Anhebung der Kreisstraße im besagten Bereich um 50 – 60 cm liegt ganz sicher auch im überörtlichen Interesse schickte Landrat Meißner der Präsentation vor. Es sollen in Folge keine Auswirkungen für Umliegergemeinden entstehen. Dieser Nachweis wurde erbracht und das Wasserwirtschaftsamt unterstützt die Maßnahme. Heiko Tremel hatte auch in diesem Zusammenhang eine Präsentation vorbereitet  und diese mit Zahlen und Fakten unterlegt. Eine freudige Nachricht die sogleich auch Einwände von mehreren Seiten zur Folge hatte. Hier aber in Bezug auf die Frequentierung der Straße durch Fußgänger, Radfahrer und motorisierte Verkehrsteilnehmer. Ob man nicht den Bau eines Radweges mit ein Einklang bringen könnte lauteten die Anfragen. Dass dies zum Zeitpunkt nicht möglich ist wurde von den Verantwortlichen begründet. Wohlwollend nahm die Versammlung aber auf, dass die Verantwortlichen über die Befestigung eines Banketts entlang der Straße nachdenken werden um zumindest den Fußgängern mehr Schutz zu gewähren.
Landrat Meißner ergänzte abschließend, dass die Umsetzung sicher nur bei kleinen Hochwässern Auswirkung hätte. Die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn AG in Bezug auf die festgestellte Hochwasserveränderung sind aber nicht auf Eis gelegt.

Bürgermeister Jürgen Kohmann nutzte zum Abschluss die Gelegenheit den neuen Feuerwehrbedarfsplan anzusprechen, der Wiesen als Standort für ein neues Feuerwehrfahrzeug vorsieht. Das bisherige Feuerwehrhaus entspricht nicht den DIN-gerechten Anforderungen. Bei aller Abwägung so der Rathauschef, sieht man den Bau eines neuen Hauses als erforderlich.
Die vorgesehenen Standorte – insgesamt drei – wurde bildlich aufgelistet. Einen Standort an der Einfahrtsstraße aus Richtung Stadt Bad Staffelstein gesteht man eine Favoritenrolle zu. Der Bürgermeister nahm mit auf den Weg – auch in Zusammenarbeit mit dem Landrat – konkrete Besprechungen mit dem Wasserwirtschaftsamt zu führen, da Standortfragen mit in deren Zuständigkeit  fallen.

Auf eine sich anbahnende Lösung, die aus Einsprüchen aus dem Jahr 2013 rekrutiert verwies Landrat Christian Meißner: Einwände waren damals gekommen die neuen Baggersee Richtung Döringstadt wieder zu verfüllen. Es ist wahrlich so, dass Wiesen mit reichlich Wasser umgeben ist meinte der Landrat. Ein rechtliches Verfahren wurde deshalb in seinem Hause auf den Weg gebracht – hier mit der sehr kooperativen Zusammenarbeit der Firma Schramm Kiesgewinnung – den See wieder in Teilen zu verfüllen.
Ob das geforderte qualifizierte Material zur Verfügung steht, liegt nicht mehr im Einfluss des Landratsamtes, so der Landkreischef.

Zufriedene Gesichter – positive Kommentare auch nach Abschluss der Versammlung. Nach Vollzug der „Kleinen Dorferneuerung“ vor einigen Jahren nun auch weitere Optimierungen die das Ortsbild eindrucksvoll für die nächsten Generationen prägen wird.

Bilder:
 Döringstadter Straße im jetzigen baulichen Zustand. Die Notwendigkeit ist gut erkennbar. Die erste Bebauung entlang der Straße fand Mitte der siebziger Jahre statt. Von der Straße zweigt auch das Baugebiet „Anger“ ab.

Die sanierungsbedürftigen Regenrinnen im Ort

Die Kreisstraße LIF 20 Richtung Mainbrücke. Planungen für eine Höherlegung liegen vor

Philipp Hensel – vordergründig – sprach nicht wenigen Ortsbewohnern aus dem Herzen

Der Leiter des Kreisbauhofes, Heiko Tremel, zeigt auf, wie eine mögliche Verbesserung der Straßensituation innerorts aussehen könnte



Aufgestellt 15.09.17:
Franz Böhmer

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Idee, Texte und Bilder: Franz Böhmer