Ansichten von Wiesen


Der Kirchplatz in der Dorfmitte.


Sommerfrische am Wiesener Wörthsee.


Das Besondere am Altmainstadion: Fußballspielen beim Dorffest mit Blick auf den Staffelberg.


Wiesen versteht es zu feiern.


Oldtimertreffen an einem schönen Sommertag.


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21.06.2026

Anwendungswoche des Masterstudiengangs Denkmalpflege in Bad Staffelstein, Ortsteil Wiesen

Vier Studierende verfassten im Rahmen einer Anwendungswoche u. a. den Ortsteil Wiesen ihre Studienarbeiten.

Bilderstrecke (Bitte auf Bild klicken, um Ansicht zu vergrößern).

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(Verlinkung zur kompletten Arbeit mit Bildern)

Beachte unter "3": Bau einer Kapelle als Heilstätte...
Wiesen
Stadt Bad Staffelstein
Regierungsbezirk Oberfranken
Landkreis Lichtenfels
Naturraum und Lage
Wiesen liegt am südlichen Fuß der Eierberge mit Hochpunkten auf 451m ü. NHN und ist ein
Stadtteil der sich 3 km östlich befindenden Stadt Bad Staffelstein. Die Siedlung befindet sich
zudem in direkter Anbindung an das rund 22km entfernte Bamberg. Das Dorf liegt am Rand
der Mainauen 500m westlich des Mains. Diese liegen im Überschwemmungsgebiet des Flus-
ses und bilden eine natürliche Dorfgrenze im Osten. Zwischen dem Ort und dem Fluss befin-
det sich der Wörthsee, ein Badesee mit Anschluss an den Main. Dieser entstand in den
1970ern für den Kiesabbau. Im Tal befindet sich der Anger als gemeinschaftlich genutzter
Dorfplatz mit nördlich angrenzender Zeilendorf-Struktur entlang des Hangfußes der Eierber-
ge. Der Dorfkern zieht sich westlich den steilen Hang hinauf. Der Anger liegt auf 253m ü.
NHN und der westliche Dorfrand bei 268m ü. NHN. Landwirtschaftlich genutzte Ackerflächen
breiten sich in südlicher Richtung aus. Im Nord-Westen wird der Ort durch die steilen, bewal-
deten Hänge der Eierberge abgegrenzt, die am Fuß durch Obstwiesen genutzt werden. Die-
se bilden den abschließenden Ortsrand im Westen von Wiesen aus. Das Dorf läuft im Nord-
osten in Grünwiesen aus, die sich bis zum Main erschließen. Durch die Abgrenzung der To-
pografie der Eierbeger und die Überschwemmungsgebiete der Mainauen formt sich das Dorf
linear in Nord-Süd Ausrichtung und kann auch nur in diese Richtung erweitert werden.
Die Wahl des Siedlungsstandortes bietet die Nutzung des Mains, sowie die natürliche Topo-
grafie der Eierberge, deren Laubwald einen gute Möglichkeit zur Verarbeitung von Eichen
und speziell der Eichenlohe als Niederwaldwirtschaft bietet. Zudem bietet die Eiche ein gutes
regionales Baumaterial oder Brennholz. Die Nähe zum Main bietet zusätzlich die Möglichkeit
zur Fischerei, sowie den direkten Anschluss an das Flößen.
Siedlungsgeschichte
Wiesen gehört zu den älteren Siedlungen des Obermaingebietes. Bereits im 11. Jahrhundert
wird das Dorf im Zusammenhang mit der Villikation (Verwaltungsbezirk) Döringstadt unter
dem Namen Vuison (Wison) erwähnt, was heute als älteste Namensform des heutigen Orts-
namens gedeutet wird. Otto von Schweinfurt hat seiner Tochter Alberata und deren Diener
den Ort übergeben. Der Ortsname leitet sich vom althochdeutschen wisa beziehungsweise
vom mittelhochdeutschen wise ab was bei den Wiesen oder in den Wiesen beschrieb. Hier
bezieht man sich auf die naturräumliche Lage des Dorfes bei den Wiesenflächen am Rand
der Mainaue. Der Weiler Mittelau im Nordosten der Siedlung wurde 1240 erstmals urkundlich
erwähnt.
Im Hochmittelalter gehörte Wiesen zum Siedlungs- und Verwaltungsraum von Döringstadt.
Die ältesten Nachrichten stehen im Zusammenhang mit den Besitzungen geistlicher Grund-
herren. Insbesondere das Bistum Bamberg, das Kloster Langheim und das Kloster Banz.
Verfügen über Rechte und Besitzungen im Ort. Seit dem 13. Jahrhundert erscheint Wiesen
mehrfach in den schriftlichen Quellen. Die unterschiedlichen Schreibweisen (Wissen, Wysa,
Wysen, Wisent und Wisend) spiegeln die lautliche Entwicklung des Ortsnamens wider, ohne
dass sich dessen ursprüngliche Bedeutung veränderte.
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Die wirtschaftliche Grundlage der Siedlung bildete die Landwirtschaft. Die ausgedehnten
Wiesenflächen der Mainniederung ermöglichten eine intensive Viehhaltung und prägten die
Wirtschaftsweise des Dorfes über Jahrhunderte. Das Recht zur Wiesennutzung wurde be-
reits 1560/70 im Urbar (1.66ha) festgehalten. Darin wurde auch die Nutzung der Wälder ge-
regelt. Die Nähe zum Main und zu den übergeordneten Verkehrswegen des Obermains be-
günstigte darüber hinaus die Einbindung in die regionalen Wirtschaftsbeziehungen. Die über
Jahrhunderte weitgehend kontinuierliche Entwicklung des Dorfes spiegelt sich sowohl in der
Beständigkeit seines Ortsnamens als auch in der engen Verbindung zwischen Siedlung und
Wiesenlandschaft wider, die bis heute einen wesentlichen Bestandteil des historischen Orts-
bildes bildet.
Im Mittelalter besaß Wiesen eine kleine Kapelle, die als Pilgerort beliebt war. Durch die Pil-
gerbedeutung wurden viele Güter gestiftet, die später auch für Baumaßnahmen verwendet
wurden. Die Kappelle St. Andreas wurde 1475 an Maria Heimsuchung als als Capella Sanc-
tae Mariae geweiht. Bereits im 15. Jahrhundert besaß Wiesen eine Kapelle, die im gotischen
Stil erbaut wurde, und 1475 an Maria Heimsuchung als Capella Sanctae Mariae geweiht
wurde. Sie wurde als Heilstätte errichtet und dadurch etablierte sie sich zeitweise als Ziel von
Wallfahrten. Durch die vielen Besucher, die in der Kapelle Hilfe ersuchten, bildete sich der
Dorfanger in seiner heutigen Größe aus. Die daraus erzielten Einkünfte wurden später für
Baumaßnahmen verwendet. Die kirchlichen Einrichtungen nahmen damit eine wichtige Stel-
lung innerhalb des Dorfes ein.
Für das Dorf bot der Main eine weitere wirtschaftliche Möglichkeit. Er galt als wichtige Was-
serstraße für die Flößerei. So wurde er mehrfach begradigt und verlegt, um die Flößerei zu
vereinfachen. Da der Fluss mäandrierte veränderte sich seine Lage oftmals. Bis auf Maß-
nahmen zum Hochwasserschutz wurde nicht in den Flusslauf eingegriffen. Bis ins 17. Jahr-
hundert bildete er eine Schleife um den Weiler Mittelau, der sich als Halbinsel etablierte. Im
Jahr 1693 brach der Main im Norden am Weiler durch und separierte Mittelau vom restlichen
Dorf. Im Jahre 1836 erhielt er erstmals ein neues begradigtes Flussbett zur Vereinfachung
der Floßsteuerung. Zwei weitere Begradigungen folgten bis 1966. Neben der Flößerei profi-
tierte Wiesen auch von der Fischerei. Diesbezüglich gab es 1457 eine Fischerordnung für
die Fischer, welche unter staatlicher Aufsicht standen. Um 1553 sollen 13 Fischer im Ort ge-
lebt haben. Im Weiler wohnten zwei Überfahrer, die 1877 bis zum Bau einer hölzernen Bal-
kenbrücke, der ersten festen Mainquerung, tätig waren.
Am Ende des Alten Reiches gehörte Wiesen zum Hochstift Bamberg. Mit der Säkularisation
von 1803 fiel der Ort zunächst an Bayern und gelangte nach den territorialen Neuordnungen
des frühen 19. Jahrhunderts endgültig zum Königreich Bayern. Eine Beschreibung von 1801
nennt neben der Kirche, dem Schulhaus und dem Gemeindehaus insgesamt 31 Wohnhäuser
und 27 Scheunen. Kirchlich war Wiesen weiterhin nach Döringstadt orientiert. Ab 1. Januar
1975 wurde die Gemeinde Wiesen in die Stadt Staffelstein eingegliedert.
Historische Dorfstruktur
Im 19. Jahrhundert war Wiesen als Anger mit Straßenstruktur im Westen ausgebildet. Im
Norden erweitert sich das Dorf linear als Zeile. Zusätzlich liegt im Nordosten auf der östli-
chen Mainseite der Weiler Mittelau. Die Kernstruktur des Dorfes beruht auf einem Anger, der
sich im Süden des Ortes befindet. Zudem ist eine Straßenstruktur im Westen an den Anger
angeschlossen, die sich den Hang der Eierberge hinauf streckt. Im Norden befanden sich auf
der östlichen Straßenseite bereits die Mainauen, sodass man nur einseitig auf der westlichen
Straßenseite bebauen konnte. Der Friedhof befand sich außerhalb der Siedlung im Südwes-
ten. Auf dem Anger befanden sich neben der Kapelle St. Andreas noch ein Gebäude der Ge-
meinde sowie ein Leinweberhaus.
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Wiesen war in der Mitte des 19. Jahrhunderts stark von Landwirtschaft mit 75% Bauern und
Landwirte geprägt. Um 1800 hatte man während der Montgelas Ära den seit Jahrhunderten
zum Dorf gehörende Gemeindehirte abgeschafft, der durch die Neuverteilung der Grundstü-
cke überflüssig wurde. Handwerker waren nur zwei vertreten: ein Leinweber (Haus Nr. 2,
heute nicht mehr vorhanden) und ein Schmied (Naus Nr. 3, heute Draisdorfer Weg 6). Die
Verteilung der Handwerkerhäuser beschränkt sich ausschließlich auf den südlichen Orts-
rand. Bereits im 19. Jahrhundert befanden sich zwei Gasthäuser im Dorf. Die beiden Wirte
hatten ihre Häuser (Haus Nr. 10, heute Wiesen 1 und Haus Nr. 14, heute Wiesen 14) zentral
im Ort, wobei Haus Nr. 14 heute überliefert ist. Von den 13 Fischern aus dem 16. Jahrhun-
dert blieb hier nur noch ein Blinder übrig (Haus Nr. 23, heute Altmainstraße 9). Im Dorfkern
befindet sich außerdem noch ein Witwenhaus als Viertel-Hube (Haus Nr. 16, heute Wiesen
10). Die Sozialstruktur des Dorfes beschreibt die Erweiterungsphase im Norden sehr gut.
Während die Bauern im Kern durchschnittlich große Besitze hatten, werden die Besitze in
der nördlichen Erweiterung geringer. Hier lässt sich auch ein Wechsel der Berufsbezeich-
nung von Bauern zu Landwirten erkennen und auf eine spätere Bauphase hinweisen. Die
Hofbezeichnungen belegen zusätzlich die spätere Erweiterung im Norden. Während sich im
Kern am Anger vor allem Huben und Güter, sowie das Wirtshaus (Haus Nr. 10, heute Wiesen
1) befanden, sind die Bezeichnungen der späteren Höfe im Norden ausschließlich Solden.
Diese Solden sind noch alle ungeteilt, während sich im Kern halbierte oder auch geviertelte
Höfe befinden, was auf verschiedene Entwicklungsphasen und Besitzänderungen hinweist.
Anhand der Besitzverhältnisse, Berufe und Hofbezeichnungen lässt sich der Weiler Mittelau
klar von der Geschichte von Wiesen trennen. Hier befinden sich zwei halbe Güter mit zwei
Überfahrern mit sehr wenig Besitz im Vergleich. Die Überfahrer waren allerdings nur bis
1877 zum Bau der Brücke tätig.
Ab dem 20. Jahrhundert erweitert sich das Dorf im südlichen Bereich durch eine Bebauung
als Abschluss des Dorfangers, die zusätzlich den neuen Dorfrand ausbildet. Zudem wurde
die Lücke zum Friedhof hin geschlossen. In weiteren Entwicklungsphasen erweiterte sich die
Siedlung im Norden linear entlang des Fußes der Eierberge in kleineren Parzellen mit Wohn-
häusern und kleinen Nebengebäuden. Darüber hinaus erstreckt sich ab 2000 das Dorf in
südlicher Richtung. Hier entsteht als primäre Struktur eine lineare Straßenerweiterung. An-
knüpfend entwickeln sich sekundär polare Strukturen mit kleineren Rundangern. In diesen
Strukturen im Süden von Wiesen entstanden ebenso Wohnhäuser mit kleinen Nebengebäu-
den.
Gegenwärtige Dorfstruktur
Der historische Ortskern ist in seiner Grundrissstruktur gegenüber dem Zustand der ersten
Hälfte des 19. Jahrhunderts, wie ihn der Uraufnahmeplan zeigt, noch weitgehend unverän-
dert erhalten. Mit der Zeit, vor allem im 20. Jahrhundert, verdichtete man die historischen
Hofstrukturen durch kleinere Nebengebäude und Anbauten. Der Weiler im Nordosten des Or-
tes blieb weitgehend unverändert und wurde durch kleinere Bauten ergänzt. Im 20. Jahrhun-
dert erweiterte sich das Dorf in südliche und nördliche Richtung durch kleiner parzellierte
Neubauten mit Nebengebäuden.
Prägende Bauten und Räume für das historische Ortsbild
Die wichtigste Raumbildung in Wiesen ist der Dorfanger, der sich im Kern des Ortes im Sü-
den befindet. Dieser wird im Norden und Westen durch dichte giebelständige Bebauung ab-
geschlossen. Eine historische Vorgartenzone trennt die Gebäude zusätzlich vom großen
Dorfanger. Die gotische Kapelle St. Andreas aus dem 15. Jahrhundert bildet mit ihren an-
grenzenden Bauten dem katholischen Jugendhaus und dem Schulgebäude den Raumab-
schluss im Südosten. Am Anger ist die historische Trennung zwischen Grünraum und Stra-
ßenraum klar ablesbar. Hier befand sich bereits im 19. Jahrhundert eine raumprägende
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Baumreihe, die die Differenzierung zwischen Grünfläche und versiegelter Verkehrsfläche ver-
deutlicht. Im Südwesten des Platzes stehen zwei alte Bäume, die eine mögliche historische
Orteinfahrt bilden könnten. Wenn man von der Döringstadter Straße in das Dorf fährt, be-
grenzen die zwei Bäume den Straßenraum. Auf dem Platz befindet sich zudem ein Brunnen
und ein Bildstock, der in der Denkmalliste aufgeführt wird.
Einen charakteristischen Straßenraum bildet die Straße Wiesen die aus westlicher Richtung
leicht abfallend auf den Anger zuläuft. Hier befinden sich auf beiden Straßenseiten Gehwege
an die die Bebauung direkt anschließt. Der gesamte Straßenraum ist leider asphaltiert. In der
von Norden auf den Dorfanger zulaufende Altmainstraße kann man noch die historische Zei-
lenstruktur ablesen. Hier begrenzen auf der westlichen Straßenseite giebelständige Gebäu-
de, die die historische Hofstruktur noch aufweisen, den Straßenraum. Teilweise ist die histori-
sche Vorgartenzone noch zu erkennen. Ebenso ist nur westlich ein Gehsteig zu finden. Die
andere Straßenseite ist heute durch Nebengebäude und kleineren Bauten locker bebaut.
Hier sind die Grünflächen der Mainaue noch erlebbar, wegen denen nur eine einseitige Be-
bauung der Straße möglich war.
Der historische Ortsrand im Osten in Richtung Main ist bis heute unverändert. Hier beginnen
Mainaue und Grünflächen direkt im Anschluss der letzten Bebauung oder des Dorfangers.
Heute wird dieser Rand zusätzlich durch einen unbefestigten Weg sowie Hochwasserschutz,
der eine kleine topografische Grenze darstellt, definiert. Im Nordwesten des Dorfes bilden die
Eierberge einen topografischen Ortsrand. Die Ausläufe der Berge sind bis heute noch von
Obstwiesen geprägt, welche ebenfalls die Dorfansicht bestimmen. Zusätzlich wurden die
Hänge für Keller genutzt, welche man aktuell noch besichtigen kann. Die Obstwiese im Nor-
den des Ortes ist noch vorhanden, aber liegt heute nichtmehr am Ortsrand. Die Grünfläche
ist eingezäunt und von Bäumen umfasst. Unterhalb der Obstwiese wird der historische Orts-
rand durch einen unbefestigten Weg definiert. Dieser verläuft von Flurstück 32 bis zu Flur-
stück 14. Im Süden ist der historische Ortsrand nicht mehr vorhanden, da hier Neubausied-
lungen entstanden sind. Der sich ehemals außerhalb von Wiesen befindende Friedhof im
Südwesten ist durch die Neubauten nun nicht mehr außerhalb.
Die Dorfkapelle St. Andreas auf dem Anger ist das Wahrzeichen des Ortes, definiert jede An-
sicht und ist maßgebend für die Silhouette. Der Bau wurde im gotischen Stil errichtet. Nach
einem Brand im 17. Jahrhundert wurde das Langhaus anschließend als barocker Teil wieder
aufgebaut. Der Innenraum ist barockisierend ausgestattet und hat noch ein gotischen Netz-
gradgewölbe im Chorraum. Hier befindet sich südlich ein Mahnmal der Opfer des Ersten und
Zweiten Weltkriegs. Westlich der Kapelle befindet sich die alte Schule. Diese wurde 1909 er-
baut und gestaltet das Bild des Dorfangers als Randbebauung mit. Auf der östlichen Seite
von St. Andreas steht das katholische Jugendheim, was als Gemeindehaus genutzt wird.
Wie auch die alte Schule bildet das Haus die Platzkante aus und ist grundlegend für die
Platzansicht.
Die vielzähligen Bauernhäuser des landwirtschaftlich geprägten Dorfes sind bis heute noch
oftmals erhalten. Vor allem in der Straße Wiesen sind die Randbebauungen noch erhalten.
Hier sind die heutigen Gebäude Wiesen 3 und 5 als Denkmäler gelistet. Die Gebäude sind
zweigeschossig erbaut worden mit noch gut erkennbarem Fachwerk. Die Fassaden sind
symmetrisch in Achsen gegliedert, was typisch für das 19. Jahrhundert ist. Weitere Bauern-
häuser stehen in der Altmainstraße. Hier stechen vor allem die Hausnummern 19 und 21
heraus. Sie stehen giebelständig zur Straße und weisen auch Fachwerk aus dem 19. Jahr-
hundert auf. Satteldächer mit Aufschiebling kennzeichnen die historischen Wohnstallhäuser.
Das Eckhaus Altmainstraße 1 sticht besonders durch sein verschiefertes Fachwerk und
Hausmadonna im Glasschrein hervor. Die ehemaligen Bauernhäuser am Dorfanger mit sehr
gut erhaltener Vorgartenzone sind im historistischen Stil erhalten und bestimmen das Bild
des Platzes mit. Die Hausnummern 2,4 und 8 sind aus dem frühen 19. Jahrhundert und si
ebenfalls durch zeittypisches Fachwerk gekennzeichnet. Hier sind die Erdgeschosse massiv
gebaut und teilweise mit Quaderungen an den Hauskanten versehen.
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Die Gasthöfe Altmainstraße 5 und Wiesen 14, welches noch unverändert auf dem histori-
schen Grundstück steht, sind prägende Gebäude die Touristen und Wallfahrer einladen. Wie-
sen 14 wird durch das barocke Mansarddach hervorgehoben. Die Konstruktion des zweige-
schossigen Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert besteht aus einem verputzten Fachwerk.
Altmainstraße 5 hat ein massives Erdgeschoss und ein Fachwerkobergeschoss. Es wurde
im späten 19. Jahrhundert erbaut und löst das ehemalige Wirtshaus Wiesen 1 ab. Südlich
der Kapelle befinden sich zudem noch historische Stallgebäude Am Dorfanger 9 aus dem 18.
Jahrhundert mit Fachwerk und Sandsteinquadern. Die Dichte der gelisteten Denkmäler im
Siedlungskern ist viel höher als die der Dorferweiterung. Das lässt auf eine besser erhalten-
de Bausubstanz im älteren Teil rückschließen.
Der Weiler Mittelau ist heute noch durch das ehemalige Flussbettes des Mains abgegrenzt.
Er wurde durch viele Neubauten überformt und verdichtet. Das Gebäude Mittelau 5 charakte-
risiert die Siedlungsstruktur der abgelegenen Siedlung. Es ist ein Wohnstallhaus mit abge-
walmten Frackdach und einer Fachwerkkonstruktion aus dem 19. Jahrhundert.
Denkmale:
Auszug aus der Denkmalliste; Geoportal Bayern (BLfD; Stand: Juni 2026)
Am Dorfanger 5 Listentext (ergänzt): Kath. Filialkirche St. Andreas, Chor und Turm, u

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Idee, Texte und Bilder: Franz Böhmer